Meine To-Want-Liste für Q1 2026
Was bleibt. Was sich vertieft. Was weitergehen darf.
Ein neues Quartal (ich kürze mit Q ab) beginnt nicht mit einem Knall. Sondern mit einem leisen Nachklang dessen, was war. Meine To-Want-Listen sind keine To-do-Listen. Sie sind eine bewusste Entscheidung für Fokus, Klarheit und das, was mich wirklich trägt. Nicht alles muss erledigt werden. Aber manches will bewusst gewollt sein.
Meine To-Want-Liste bis 31.12.2025Wenn du magst, kannst du meine letzte To-Want-Liste aus Q4 2025 mitlesen. Einige Punkte habe ich erfüllt, andere sind weitergewandert, manches habe ich losgelassen. So ist das mit Wandel.
Zur Orientierung werde ich meine Punkte markieren:
- ✅ getragen / erfüllt
- 🔄 im Prozess
- 🍃 bewusst losgelassen
Ich habe sie nach Q4 2025 etwas angepasst. Das Zeichen der Einbahnstraße (wie in Q4) wird ersetzt durch „im Prozess“. Schließlich war TikTok nur vorübergehend eine, jedenfalls bis jetzt. Die Emojis sind Spuren eines Weges, der sich nicht linear, aber ehrlich entfaltet.
Q1 2026 steht für mich unter einem klaren Stern: Fokus statt Überforderung. Tiefe statt Tempo. Praxis statt Perfektion.
Mit dem Ende der aktiven Semesterzeit Ende Januar und dem Blick auf meine Masterarbeit entsteht Raum. Raum für Sprache. Für Texte. Für Körper. Für Stimme.
Diese Liste ist eine Momentaufnahme. Für dieses Quartal. Und vielleicht auch ein bisschen für mein späteres Ich.
Akademischer Fokus – Q1 2026
Im ersten Quartal 2026 steht meine Masterarbeit im Zentrum, als konkrete, tägliche Praxis.
Ich arbeite als Buddhologin philologisch mit tibetischen Originaltexten. Meine Masterarbeit schreibe ich auf Englisch und erstelle eine kritische Edition bislang unübersetzter Texte aus dem tibetischen Buddhismus.
Mein klares To-Want für Q1 2026: Bis zum 31. März habe ich drei tibetische Texte vollständig übersetzt. Diese Übersetzungen bilden die stabile Grundlage für die weitere Ausarbeitung meiner Masterarbeit.
Der zeitliche Rahmen ist klar:
- Januar: Abschluss der Semesterzeit, Auslaufen der universitären Verpflichtungen
- Februar & März: fokussierte Übersetzungszeit: Tibetisch, Textarbeit, philologische Tiefe
Ich arbeite nicht unter Dauerstress, sondern mit fokussierten Arbeitsfenstern, klaren Prioritäten und realistischen Tages-, Wochen- und Monatszielen. Genau darüber habe ich kürzlich bereits geschrieben: über fokussiertes Arbeiten als bewusste Entscheidung gegen Zerstreuung und gegen das Gefühl, ständig „zu wenig“ zu tun.
Stimme & Öffentlichkeit – Q1 2026
Sprechen, schreiben, sichtbar sein – ohne Lautstärke
Meine Stimme hat ihren Rhythmus gefunden. Nicht schneller. Stimmiger.
Podcast
Ich veröffentliche meinen Podcast wöchentlich. Nicht aus Pflicht, sondern weil mir das Sprechen leichtfällt und Klarheit bringt. Eine Folge pro Woche ist genug, um präsent zu bleiben und offen genug, um Tiefe entstehen zu lassen. Kein Hochziehen der Frequenz. Kein Zurückrudern. Ein Atemzug pro Woche.
Blog
Ich blogge wöchentlich. Schreiben bleibt mein Denkraum für Reflexion, Einordnung, Integration. Meine Texte entstehen aus Fokus, nicht aus Contentdruck. Ich verlinke bewusst auf bereits bestehende Beiträge, die meine Gedanken vertiefen und weitertragen, zum Beispiel auf meinen Text über fokussiertes Arbeiten, der meine Arbeitsweise in diesem Quartal prägt, oder: Informationsflut bewältigen. Geplant ist auch ein Artikel zum Tool Obsidian, was ich täglich nutze.
Der Blog ist kein Archiv. Er ist ein lebendiger Denkprozess.
TikTok
TikTok ist für mich kein Marketingexperiment mehr. Durch meine Videoarbeit habe ich meine Scheu vor der Kamera verloren. Ich nutze TikTok regelmäßig, in meinem eigenen Ton: ruhig, klar, ohne Blinky-Blinky, ohne Dauerverkauf. Ich bin dort als ich selbst präsent. Nicht als Marke. Nicht als Rolle. Was entsteht, darf leicht sein. Was nicht passt, lasse ich weg.
Ich bin sichtbar, ohne mich zu zerstreuen. Ich teile, ohne mich zu verbrauchen. Ich spreche, ohne ständig reagieren zu müssen. Öffentlichkeit ist in Q1 2026 kein Ziel. Sie ist ein Nebenstrom, genährt aus Klarheit.
Körper, Alltag & Praxis – Q1 2026
Was mich trägt, wenn niemand zuschaut
Mein Alltag ist die Grundlage, auf der alles andere möglich wird.
Körper
Ich gehe dreimal pro Woche ins Fitnessstudio. Nicht aus Ehrgeiz, sondern weil Bewegung meinen Geist klärt und mich erdet. Das Training ist fester Bestandteil meines Wochenrhythmus. Es kostet mich keine Überwindung mehr, es schenkt mir Stabilität. Auch im Winter fahre ich zu 95 % mit dem Fahrrad und brauche für eine einfache Strecke 12 Minuten.
Meditation
Meine Meditationspraxis ist bewusst schlicht gehalten.
- 3× pro Woche sitze ich 20 Minuten in formaler Meditation
- täglich praktiziere ich Gehmeditation – integriert in meinen Alltag
Meditation ist für mich keine Auszeit vom Leben. Sie ist der Einstieg in Klarheit. Nicht länger, nicht öfter, nicht perfekter. Sondern regelmäßig, mal mehr, mal weniger, ehrlich, verlässlich. Diese Praxis trägt meine Übersetzungsarbeit, meine Schreibphasen, meine Präsenz im Alltag.
Rhythmus statt Optimierung
Ich plane meine Tage nicht voll. Ich lasse Luft zwischen den Aufgaben. Mein Fokus liegt nicht auf maximaler Produktivität, sondern auf tragfähigen Routinen, die mich durch das Quartal tragen. Was mir Energie gibt, bleibt. Was mich subtil zerstreut, darf gehen.
Ich halte meinen Alltag so, dass Konzentration möglich wird und Stille ihren Platz hat. Nicht alles muss wachsen. Aber das Wesentliche darf tiefer werden.
Raum für Leben – Q1 2026
Was nicht geplant werden muss, um wichtig zu sein
Nicht alles, was trägt, lässt sich strukturieren. Manches will geschützt, nicht getaktet werden.
Familie
Ich nehme mir bewusst Zeit für meine Familie. Nicht als Programmpunkt, sondern als Selbstverständlichkeit. Diese Zeit ist nicht verhandelbar. Sie erdet mich, erinnert mich an Zusammenhänge jenseits von Leistung und hält mein Leben weit.
Urlaub & Vorfreude
Ich plane meinen Urlaub ohne ihn zu überfrachten. Vorfreude darf leicht sein, offen, nicht effizient. Der Urlaub ist kein Ziel nach getaner Arbeit, sondern ein Horizont, der schon im Alltag wirkt.
Raum ohne Zweck
Ich lasse bewusst Zeit unverplant. Keine To-dos. Keine Optimierung. Kein „Das könnte ich auch noch“.
In diesem Raum darf auftauchen, was auf keiner Liste steht: Ideen, Müdigkeit, Lust, Stille. Kreativität. Oder mal wieder koreanischer Kitsch. Was ich damit meine? Ich liebe diese romantischen koreanischen Miniserien. Mehr darüber, was ich noch so mag, findest du hier.
Ich wähle:
- Fokus statt Überforderung
- Rhythmus statt Druck
- Tiefe statt Dauerpräsenz
Nicht alles muss erledigt werden. Aber das Wesentliche darf gewollt sein.
Wenn du magst, lade ich dich ein, deine eigene To-Want-Liste zu schreiben.
Nicht um mehr zu schaffen, sondern um klarer zu werden.
Weitere To-Want-Listen:
