Blogparade: Welche Geschichte über dich selbst hast du losgelassen?
Es gibt Sätze, die du jahrelang über dich selbst sagst, ohne sie je zu prüfen. „Ich bin nicht der Typ dafür.“ „Dafür bin ich zu spät dran.“ „Das können andere besser.“ Sie klingen wie Tatsachen, dabei sind es Geschichten. Irgendwann fällt eine davon weg, und du stehst trotzdem.
Was danach kommt, ist Raum, den vorher die alte Geschichte besetzt hat. Genau um diesen Raum geht es in dieser Blogparade.
Diese Blogparade ist Teil der Sommer-Blogparaden 2026, die Judith Peters mit ihrer Content Society angeregt hat. In Judiths Sommer-Übersicht findest du viele weitere Paraden zum Mitlesen und Mitschreiben.
Was eine Blogparade ist
Bei einer Blogparade gibt ein:e Blogger:in ein Thema vor, und andere greifen es auf ihrem eigenen Blog auf. Du schreibst deinen Beitrag bei dir, verlinkst in deinem Text auf diesen Aufruf und schickst mir anschließend den Link. So entsteht aus vielen Stimmen ein gemeinsames Bild zum selben Thema. Für dich heißt das: mehr Leser:innen finden zu deinem Blog, und du liest, wie andere dieselbe Frage für sich beantworten.
Die Frage dieser Blogparade
Welche Geschichte über dich selbst hast du losgelassen, und was kam danach?
Erzähl von einem Satz, den du lange für wahr gehalten hast. Über deine Fähigkeiten, deine Rolle, deinen Platz, deine Geschichte oder Glaubenssätze, die du bis dahin über dich selbst geglaubt hast. Und davon, was sich geöffnet hat, als du es hast ziehen lassen. Es muss kein dramatischer Wendepunkt sein. Manchmal liegt das Wesentliche in einer kleinen Szene, in der dir auffällt, dass eine alte Geschichte längst nicht mehr passt.
Anregungen, falls du einen Anker suchst
Du kannst frei schreiben. Wenn du einen Einstieg brauchst, hier ein paar Fragen zum Hineinspüren. Such dir eine aus, die dich anzieht, der Rest darf liegen bleiben.
- Welche Geschichte über dich hast du am längsten für wahr gehalten?
- Wem hat dieser Satz gehört, bevor er deiner wurde?
- Was hat die alte Geschichte dir gegeben, solange du an ihr festgehalten hast?
- Woran hast du gemerkt, dass sie nicht mehr zu dir passt?
- Was oder wer hat den Anstoß gegeben, sie ziehen zu lassen?
- Wie hat sich der Moment angefühlt, in dem du sie aufgegeben hast?
- Was zeigt sich heute an der Stelle, an der früher der Satz stand?
So machst du mit
Schreib deinen Beitrag auf deinem eigenen Blog und verlinke in deinem Text auf diesen Aufruf, damit andere den Weg zur ganzen Parade finden. Sobald dein Artikel online ist, hinterlässt du den Link hier in den Kommentaren oder schickst ihn mir an peggy@buddhaspfad.de. Wenn du magst, teilst du deinen Text zusätzlich auf Social Media unter dem Hashtag #losgelasseneGeschichte.
Einsendeschluss ist Sonntag, der 2. August 2026. Mitte August veröffentliche ich hier einen Sammel-Artikel, der alle Beiträge zusammenführt und verlinkt. Mitschreiben kannst du, ob du seit Jahren bloggst oder zum ersten Mal etwas veröffentlichst. Es geht um deine Beobachtung, nicht um die perfekte Form.
Mein eigener Beitrag zur Parade ist inzwischen online: Nicht gut genug? Wie ich aufhörte, das zu glauben.
Vielleicht merkst du beim Schreiben selbst erst, welche Geschichte du eigentlich schon hinter dir gelassen hast.
Du bist auf dem spirituellen Blog von BuddhasPfad. Hier geht es um Meditation als Praxis der Aufmerksamkeit und darum, was sich verändert, wenn du damit ernst machst.
Du bist neu? Starte hier!
Wenn dich interessiert, was beim Meditieren wirklich passiert: Mein Buch Nicht jetzt! ist jetzt erhältlich. *Bei Amazon ansehen.
Du möchtest die Praxis selbst erkunden? Im September kannst du mich an einem Meditationswochenende in der Akademie am See in Plön kennenlernen. Es gibt noch Restplätze.
Manchmal reicht ein neuer Blickwinkel, damit sich etwas verschiebt. Wenn dieser Impuls etwas in dir angestoßen hat, kannst du mir hier eine Tasse Tee dalassen.

Hi Peggy,
herzlichen Dank für diesen Aufruf. Hier der Link zu meinem Blogartikel: https://bridge-it-coaching.de/nicht-gut-genug/.
Es hat mich tatsächlich einen Vormittag gekostet, aber nun ist es fertig.
Liebe Grüße
Brigitte
Liebe Brigitte,
was für ein Auftakt, und was für eine ehrliche Geschichte. Du bist die erste, die mitschreibt, danke dafür.
Am längsten nachgehallt hat bei mir, dass du die Stille so lange auf dich bezogen hast. Dieses „wenn nichts zurückkommt, muss es an mir liegen“ kenne ich, und du zeigst genau, wie teuer dieser Irrtum wird. Dass der Wendepunkt ausgerechnet das Wort „die Alternative“ war, hat mich zusammenzucken lassen.
Ich mag, dass du das Danach nicht schönfärbst. Keine große Erleichterung, eher Leere, und daraus erst die Klarheit, dass du unter Wert gearbeitet hast. Genau solche Geschichten wollte ich mit dieser Blogparade hören.
Anfang August führe ich alle Beiträge in einem Sammelartikel zusammen, deiner ist gesetzt.
Herzlich, Peggy