Warum eigentlich meditieren?

May 20, 2024

 Hey du!

Kennst du das? Du startest voller Energie und Tatendrang in die Welt der Meditation, fühlst dich wie ein innerer Ninja, aber irgendwie verliert sich der Rhythmus dann? Der tägliche Flow wird unterbrochen, und zack, fällt es schwer, zurückzufinden.

Lass uns deshalb über diese magische Sache namens Warum meditieren? sprechen.

Wann hast du dich das letzte Mal wirklich gespürt? Nicht durch äußere Erfolge oder die Bestätigung anderer – sondern in der Stille, ganz bei dir selbst.

Für mich war das lange eine Frage, die ich nicht beantworten konnte. Mein Alltag war gefüllt mit To-dos, Gedanken, die sich im Kreis drehten, und der ständigen Suche nach dem „Nächsten“. Doch dann kam ich zur Meditation.

Meditation bedeutet für mich, die Stille zu finden. Nicht die Abwesenheit von Geräuschen, sondern das Aufhören des ständigen Geplappers im Kopf. Es ist das Gefühl, ganz bei mir anzukommen – ohne Bewertung, ohne Ablenkung, einfach nur „sein“. In diesen Momenten spüre ich eine tiefe Klarheit und eine Verbindung zu mir selbst, die ich im Alltag oft vermisse.

Das ist mein persönliches „Warum“. Doch Meditation hat so viele Facetten – und jeder Mensch kann sein eigenes „Warum“ finden. Vielleicht helfen dir die folgenden Gründe, um herauszufinden, warum Meditation auch für dich ein Game-Changer sein könnte.

5 Gründe, mit Meditation zu beginnen

1️⃣ Mentale Fitness und Fokus:

Meditation ist wie Gymnastik für den Verstand. Denk mal darüber nach: Wir trainieren unsere Muskeln im Fitnessstudio, warum also nicht auch unser Gehirn ein bisschen in Form bringen? Regelmäßiges Meditieren kann dir helfen, klarer zu denken und dich besser zu konzentrieren.

Studien zeigen, dass regelmäßige Meditation sogar die Struktur deines Gehirns verändern kann.

Forscher*innen der Harvard Medical School fanden zum Beispiel heraus, dass acht Wochen Achtsamkeitsmeditation die Dichte der grauen Substanz in Bereichen erhöht, die für Lernen, Gedächtnis und emotionale Regulation zuständig sind. (1)

Eine weitere Studie (4) untersuchte, wie Meditationstechniken die Fähigkeit zur Aufmerksamkeitsregulation und Überwachung verbessern. Die Autor*innen beschreiben zwei Hauptarten der Meditation:

  1. Fokussierte Aufmerksamkeit (Focused Attention): Training des Geistes, um Ablenkungen zu erkennen und die Konzentration auf ein Objekt oder den Atem zu richten.

  2. Offene Überwachung (Open Monitoring): Die bewusste Wahrnehmung und Akzeptanz von Gedanken, Emotionen und körperlichen Empfindungen ohne Bewertung.

Die Ergebnisse zeigen:

  • Meditation fördert neuronale Veränderungen in Hirnregionen, die für Aufmerksamkeit, Emotionsregulation und Selbstkontrolle verantwortlich sind.

  • Diese Praxis kann die kognitive Flexibilität und die Fähigkeit zur Verhaltensregulation verbessern.

2️⃣ Stressreduktion und Gelassenheit:

Diese lästigen Brain-Partys im Kopf? Die nonstop Plapper-Funktion, die uns manchmal schier wahnsinnig macht? Meditation kann helfen, diesen inneren Lärm zu beruhigen.

Du lernst, das Gedankenkarussell zu stoppen oder es zumindest langsamer drehen zu lassen.

Schon 10 Minuten Meditation am Tag können helfen, Stress und Angstgefühle zu senken, wie eine Studie des Journal of Psychosomatic Research zeigt. (2)

Zusammenfassung:
Die Studie ist eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse, die die Wirksamkeit von Meditationsprogrammen auf Stress und Wohlbefinden untersucht. Dabei wurden 47 klinische Studien mit 3515 Teilnehmern analysiert.

Hauptbefunde:

  1. Stressreduktion: Achtsamkeitsbasierte Programme reduzieren effektiv Stress und Angst.

  2. Depression: Meditation hat moderate positive Effekte bei der Reduzierung von Depressionssymptomen.

  3. Allgemeines Wohlbefinden: Meditation verbessert die allgemeine Lebensqualität und emotionale Stabilität.

  4. Langzeitwirkung: Die Effekte sind vergleichbar mit anderen therapeutischen Ansätzen, jedoch hängt die Nachhaltigkeit stark von der Regelmäßigkeit der Praxis ab.

Der Wunsch nach Stressabbau ist übrigens einer der am häufigsten genannten Gründe, warum viele Menschen mit dem Meditieren beginnen. (6)

Meditation senkt das Niveau des Stresshormons Cortisol und fördert einen Zustand tiefer Entspannung.

Dies ist inzwischen sogar anhand physiologischer Veränderungen durch Haaranalysen vom Max-Planck-Institut bewiesen. (5) Diese Erkenntnis unterstreicht die langfristigen positiven Effekte von Meditation auf die Stressbewältigung.

Die Studie zeigt, dass regelmäßige Meditationspraxis nicht nur subjektiv als stressreduzierend empfunden wird, sondern auch objektiv messbare physiologische Veränderungen bewirkt.

Die Analyse der Cortisolkonzentration im Haar bietet dabei einen zuverlässigen Indikator für die Stressbelastung über längere Zeiträume.

3️⃣ Emotionale Balance:

Meditation hilft dir, dich nicht von starken Emotionen überwältigen zu lassen. Sie schenkt dir die Fähigkeit, schwierige Momente gelassen und klar zu meistern. (4)

Bei BuddhasPfad praktizieren wir auch Meditationen aus dem Achtsamkeits- und Emotionsprogramm CEB (Cultivating Emotional Balance), das eine Arbeit mit Modellen aus der Psychologie integriert, emotionale Selbsterforschung sozusagen. Hier kannst du mehr darüber erfahren.

4️⃣ Verbundenheit mit dir selbst:

Damit kommen wir automatisch zum 4. Grund. Meditation ist eine Einladung, dich selbst besser kennenzulernen. In der Stille kannst du erfahren, was dir wirklich wichtig ist, und bewusster leben.

Meditation unterstützt die Entwicklung einer besseren Selbstwahrnehmung und Selbsterkenntnis. Laut einer Studie der Yale University kann Meditation das „Standard-Netzwerk“ im Gehirn beruhigen, das oft für Tagträumereien und den „Autopilot-Modus“ verantwortlich ist. Dies fördert ein bewussteres und reflektierteres Leben.

5️⃣ Mehr Lebensqualität:

Meditation verbessert nachweislich Schlaf, Konzentration und das allgemeine Wohlbefinden. Auch das Immunsystem profitiert von regelmäßiger Meditation.

Ein weiterer faszinierender Aspekt der Meditation ist ihre Fähigkeit, den Alterungsprozess des Gehirns zu verlangsamen.

Untersuchungen der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA) legen nahe, dass regelmäßige Meditierende eine geringere Abnahme der grauen Substanz im Gehirn zeigen als Nicht-Meditierende.

Auch eine Studie der Universität von Harvard kam zu dem Ergebnis, dass Meditation die Dicke der Hirnrinde, die für Funktionen wie Aufmerksamkeit und sensorischer Verarbeitung zuständig ist, erhalten kann.

Diese Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Meditieren helfen kann, kognitive Fähigkeiten im Alter zu bewahren.

6️⃣ Ein Tool für den Weltfrieden:

Klingt riesig, oder? Ein bisschen so wie der berühmte Schmetterlingseffekt. Wenn wir bei uns selbst anfangen, inneren Frieden und Ruhe zu entwickeln, strahlt das auch auf andere aus. Stell dir vor, wir wären alle ein wenig entspannter und zufriedener. Das könnte doch eine friedlichere Welt bedeuten, oder?

Hier gibt es sogar einen wissenschaftlichen Beweis (bestimmt gibt es inzwischen noch ganz viel mehr). (3) Die von mir benannte Studie untersucht die Wirkung der Liebenden-Güte-Meditation (Loving-Kindness Meditation, LKM) auf das Gefühl der sozialen Verbundenheit. Die Teilnehmer*innen führten eine kurze Meditation durch, in der sie positive Gedanken und Mitgefühl gegenüber sich selbst und anderen entwickelten.

Hauptbefunde:

  1. Bereits eine kurze, 7-minütige Meditation kann das Gefühl der sozialen Verbundenheit zu anderen signifikant erhöhen.

  2. Die Meditation reduzierte negative Emotionen wie Feindseligkeit und erhöhte gleichzeitig die positiven Gefühle gegenüber anderen Menschen.

  3. Die Effekte waren unabhängig davon, ob die visualisierte Person bekannt oder fremd war, was die universelle Wirkung von Mitgefühl betont.

Wichtigste Erkenntnisse also:

  • Liebende-Güte-Meditation fördert Mitgefühl und stärkt soziale Bindungen.

  • Sie kann ein effektives Werkzeug sein, um Empathie und positive Beziehungen zu fördern, selbst bei kurzen Übungszeiten.

Habe ich dich inspiriert? Oder willst du es gleich ausprobieren? Super! Dann komm in die Community.

Dies sind nur sechs Gründe, warum Meditation großartig ist. Bestimmt findest du noch viel mehr. Oder ganz andere. Doch worauf will ich eigentlich hinaus? Es ist ziemlich gut zu wissen, warum du etwas tust. Dein persönliches „Warum“ kann dir den nötigen Schub geben, um dranzubleiben, auch wenn es mal schwerfällt.

Finde dein persönliches „Warum“

Vielleicht möchtest du mit Meditation beginnen, um Stress zu reduzieren. Oder vielleicht spürst du den Wunsch, mehr Klarheit und Verbindung zu dir selbst zu finden. Dein persönliches „Warum“ ist einzigartig – und es kann dir helfen, dranzubleiben, selbst wenn der Alltag herausfordernd wird.

Ich freue mich darauf, deine Gedanken zu hören: Was motiviert dich, zu meditieren?

Bleib auf dem Laufenden zum Thema Meditation mit dem Newsletter von BuddhasPfad. Lass dich für deine ganz persönliche Meditationspraxis inspirieren.

 

Fazit

Die wissenschaftlichen Belege sprechen eine klare Sprache: Meditation bietet eine Vielzahl von Vorteilen für Körper und Geist. Von Stressabbau und besserem Schlaf bis hin zu stärkerer emotionaler Gesundheit, erhöhter Konzentrationsfähigkeit und sogar einer Verlangsamung des Gehirnalterungsprozesses – die Vorteile sind vielfältig und gut dokumentiert. Es lohnt sich also, Meditation in den täglichen Alltag zu integrieren.

Finde deine ganz eigenen, persönlichen Gründe. Schreibe sie auf. Mach dir deine Liste, vielleicht sogar auf einem schönen Zettel, den du sichtbar irgendwo anbringst. So kannst du dir dein “Warum” fürs Meditieren immer wieder bewusst machen. Vielleicht ist es der erste Schritt zu einer friedlicheren Welt da draußen.

Beginne noch heute mit wenigen Minuten am Tag und spüre die positiven Veränderungen. Dein Körper wird es dir danken.

Bis bald beim inneren Chillen!

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Quellenangaben

(1) Lazar, S. W., Kerr, C. E., Wasserman, R. H., Gray, J. R., Greve, D. N., Treadway, M. T., McGarvey, M., Quinn, B. T., Dusek, J. A., Benson, H., Rauch, S. L., Moore, C. I., & Fischl, B. (2011).
Mindfulness practice leads to increases in regional brain gray matter density.
In: Psychiatry Research: Neuroimaging, 191(1), 36–43.

(2) Goyal, M., Singh, S., Sibinga, E. M. S., Gould, N. F., Rowland-Seymour, A., Sharma, R., Berger, Z., Sleicher, D., Maron, D. D., Shihab, H. M., Ranasinghe, P. D., Linn, S., Saha, S., Bass, E. B., & Haythornthwaite, J. A. (2014).
Meditation programs for psychological stress and well-being: A systematic review and meta-analysis.
In: JAMA Internal Medicine, 174(3), 357–368.

(3) Hutcherson, C. A., Seppala, E. M., & Gross, J. J. (2008).
Loving-kindness meditation increases social connectedness.
In: Emotion, 8(5), 720–724.

(4) Lutz, A., Slagter, H. A., Dunne, J. D., & Davidson, R. J. (2008).
Attention regulation and monitoring in meditation.
In: Trends in Cognitive Sciences, 12(4), 163–169.

(5) https://www.mpg.de/18048449/cbs_jb_2021

(6) Sedlmeier, P., & Theumer, J. (2020). Why Do People Begin to Meditate and Why Do They Continue? Mindfulness, 11(6), 1527.

 

 

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