Meditationsretreat in Kambodscha: Stille, Wandel und eine Begegnung mit der Libelle
Feb 19, 2025
Warum Kambodscha? Warum ein Meditationsretreat?
Es gibt Träume, die sitzen still in einer Ecke unseres Geistes und warten darauf, dass wir sie endlich ernst nehmen. Angkor Wat war einer dieser Träume für mich.
Jahre lang stand der Name auf meiner Bucket List, zwischen fernen Orten und unerledigten „Irgendwann-mache-ich-das“-Plänen.
Dann kam die Gelegenheit: Ein Meditationsretreat in Kambodscha. Stille, Tempel, Transformation – es klang wie die perfekte Mischung aus Abenteuer und innerer Reise. Also habe ich es getan. Flug gebucht. Koffer gepackt. Losgeflogen.
Doch wie so oft im Leben: Das, was wir erwarten, ist selten das, was wir bekommen.
Ich dachte, es würde eine Woche reiner Stille. Stattdessen fand ich mich inmitten einer Gruppe von 85 Menschen aus aller Welt wieder. Austausch, Meditation, Best Practices – ja, es gab Stille, aber es gab auch lebendige Gespräche, unerwartete Erkenntnisse und die Erkenntnis, dass Transformation nicht im Alleingang passiert.
Jetzt, zurück in der digitalen Welt, frage ich mich: Was nehme ich mit? Was bleibt von dieser Reise?
Dies ist mein Rückblick auf eine Woche Retreat, auf Kambodscha als Land des Wandels – und auf Begegnungen mit Libellen, die mehr über Transformation wissen, als wir auf den ersten Blick ahnen.
Kambodscha & der Buddhismus: Eine Geschichte des Wandels
Kambodscha ist ein Land, das Wandel atmet. Das merkt man nicht nur an der tropischen Hitze, die sich in den Tempelsteinen spiegelt, sondern auch in seiner Geschichte.
95 % der Bevölkerung sind heute Buddhist*innen. Doch wie in den Reliefs von Angkor Wat, in denen sich hinduistische und buddhistische Gottheiten miteinander verweben, ist der spirituelle Weg dieses Landes alles andere als geradlinig.
Die Tempel von Angkor erzählen eine Geschichte von Aufstieg und Fall, von spiritueller Blüte und von Zerstörung – nicht nur durch Zeit und Natur, sondern auch durch Menschen.
Denn Transformation geschieht selten ohne Reibung.
Angkor Wat: Ein Monument des Übergangs
Angkor Wat – das ikonische Symbol Kambodschas – wurde ursprünglich als hinduistische Tempelanlage erbaut. Doch irgendwann kam die Wende.
Der Mahayana-Buddhismus hielt Einzug. Statuen des Bodhisattva Lokeshvara ersetzten die hinduistischen Darstellungen, und die Architektur wurde zum Ausdruck eines neuen spirituellen Zeitalters.
Heute, Jahrhunderte später, wird in Kambodscha Theravada-Buddhismus praktiziert.
Was als hinduistisches Heiligtum begann, wurde ein buddhistisches Zentrum, das sich immer wieder wandelte – so, als würde es mit jeder Epoche ein neues Gesicht annehmen.
Jayarvarman VII.: Ein Herrscher, der Transformation lebte
Einer der faszinierendsten Herrscher der Khmer war Jayarvarman VII. Er war ein Visionär, der nicht nur riesige Tempel errichten ließ, sondern auch das spirituelle Leben seines Reiches prägte.
Seine Regierungszeit war eine Phase des Wiederaufbaus – aber sie begann mit Krieg und Zerstörung. Bevor er den Thron bestieg, hatte das Khmer-Reich schwere Angriffe durch das Cham-Königreich erlitten. Angkor war gefallen, die Hauptstadt in Trümmern.
Jayarvarman VII. führte Kambodscha aus dieser Krise. Doch der Preis war hoch: Jahrzehntelange Kämpfe, politische Umbrüche, unzählige Opfer. Sein Reich wurde wieder mächtig – aber es war eine Macht, die aus dem Leid geboren wurde.
Und trotzdem: Er hätte ein Reich der Eroberung aufbauen können – doch er entschied sich für eines der Heilung.
Er ließ Tempel, Krankenhäuser und spirituelle Zentren errichten. Er brachte den Mahayana-Buddhismus nach Kambodscha, öffnete den Raum für verschiedene Glaubensrichtungen und schuf ein Erbe, das bis heute sichtbar ist.
Diese Dualität – Zerstörung und Heilung, Krieg und Spiritualität, Gewalt und Mitgefühl – prägt die Geschichte Kambodschas bis heute.
Was können wir von ihm lernen?
Dass Transformation nicht heißt, den einen richtigen Weg zu finden, sondern den Raum zu öffnen, in dem verschiedene Wege nebeneinander existieren dürfen. Dass Fortschritt nicht aus Abgrenzung, sondern aus Verbindung entsteht.
Während ich mich in den Hallen und Ruinen von Angkor Wat umsah, fiel mir genau das auf: Nichts bleibt, wie es war – und genau darin liegt die Kraft.
Was bedeutet Transformation wirklich?
Während ich durch Angkor Wat wanderte, zwischen den stillen Mönchen und den tanzenden Apsaras, zwischen den Ruinen und den prächtigen Tempelhallen, wurde mir eines klar:
Wandel ist selten sanft.
Manchmal ist er leise, wie eine Libelle, die aus dem Wasser steigt.
Und manchmal ist er laut, chaotisch, schmerzhaft.
Doch am Ende ist er immer ein Neubeginn.
Jayarvarman VII. zeigte, dass Transformation nicht bedeutet, das Alte zu zerstören, sondern Platz für das Neue zu schaffen – und dass manchmal beides zur gleichen Zeit passiert.
Genau wie in unserem eigenen Leben.
Wann hast du zuletzt Wandel erlebt? Und war er sanft – oder chaotisch?
Die Magie der Libelle: Ein Symbol für Transformation
Kambodscha ist ein Land des Wandels. Nicht nur in seiner Geschichte, sondern auch in seiner Landschaft. Vom dichten Dschungel über Reisfelder und Cashewbaum-Plantagen bis hin zu den ehrwürdigen Tempeln von Angkor – alles ist in Bewegung. Und genau hier, an diesem Ort, begegnete mir ein Tier, das mich nicht mehr loslässt: die Libelle.
Ich sah sie, als wir den Neak Pean Tempel besuchten – eine stille Oase mitten im Wasser. Er liegt auf einer Insel, umgeben von einem künstlichen Becken, das einst Teil des riesigen Nördlichen Baray war.
Die Tempelanlage wurde im 12. Jahrhundert unter eben jenen Jayarvarman VII. errichtet und war nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch der Heilung.
Es wird gesagt, dass Menschen hier ins Wasser traten, um sich von Krankheiten zu reinigen – ein spirituelles Hospital, in dem Körper und Geist ins Gleichgewicht finden sollten.
Heute ist das Wasser von Lotusblüten bedeckt. Aus der glatten Oberfläche außerhalb des Tempels ragen abgestorbene Bäume, stumm und verwittert, als wären sie die letzten Zeugen einer vergangenen Zeit. Sie stehen still in einem Becken, das einst trocken lag – bis es vor einigen Jahren wieder geflutet wurde. Jetzt sind sie da, zwischen Himmel und Wasser, ein Bild der Vergänglichkeit.
Und über diesem stillen, fast surrealen Ort tanzten die Libellen.
Libellen leben in zwei Welten – genau wie wir
Sie verbringen Jahre als Larven unter Wasser, verborgen, unscheinbar. Niemand sieht ihre Entwicklung. Und dann, eines Tages, durchbrechen sie die Oberfläche, entfalten ihre Flügel und steigen in die Luft.
Transformation passiert nicht über Nacht.
Wie oft wünschen wir uns, dass Veränderung sofort sichtbar wird? Dass wir heute eine Entscheidung treffen und morgen ein anderer Mensch sind?
Doch echte Wandlung geschieht im Verborgenen. Sie ist ein Prozess, der wächst – genau wie die Libelle, genau wie wir.
Die Libelle & die Kunst der Leichtigkeit
Was mich an Libellen fasziniert, ist nicht nur ihre Verwandlung, sondern ihre Bewegung. Sie gleiten scheinbar mühelos durch die Luft, ändern die Richtung in Sekundenbruchteilen. Sie erinnern mich daran, dass echte Veränderung nicht nur Tiefe, sondern auch Leichtigkeit braucht.
Meditation ist oft dasselbe: Manchmal fühlt es sich an, als würde nichts passieren. Und dann, irgendwann, merkt man, dass sich etwas verändert hat. Nicht in Form eines dramatischen Umbruchs, sondern als leise, fast unmerkliche Anpassung – bis wir eines Tages merken, dass wir leichter geworden sind.
Was bedeutet Transformation für mich?
Diese Reise nach Kambodscha war für mich genau das: Ein unbewusst gereifter Prozess, der sich erst jetzt wirklich zeigt.
Eine Beurteilung des Prozesses ist immer subjektiv.
Manchmal fiel mir das frühe Aufstehen im sonnigen Urlaub schwer, an anderen Tagen wiederum ging alles wie von selbst.
Vielleicht wachsen auch in uns Dinge, die wir noch nicht sehen können. Vielleicht sind wir manchmal noch Larven, ungeduldig, wann endlich die Flügel kommen. Aber sie werden kommen. Genau dann, wenn die Zeit reif ist.
✨ Welche Veränderung schlummert gerade in dir – und wann wirst du bereit sein, sie zu leben?
Das Retreat: Stille, Austausch und Gemeinschaft
Ein Meditationsretreat – das klingt nach absoluter Stille, oder? Nach endlosen Stunden in Meditation, völliger Ruhe, vielleicht sogar nach Einsamkeit.
Doch die Realität war anders.
Ja, es gab Stille. Sitzmeditationen, das bewusste Gehen, die Augen nach innen gerichtet. Allerdings es gab auch ungefähr 85 Menschen aus aller Welt, die sich genau wie ich auf diese Reise eingelassen hatten.
Unterschiedliche Sprachen, unterschiedliche Lebensgeschichten – und doch eine gemeinsame Suche: Mehr Präsenz, mehr Klarheit, mehr Verbindung zu sich selbst.
Was mich am meisten überraschte? Wie wertvoll der Austausch war.
Best Practices statt absolute Stille
Ich hatte erwartet, dass wir vor allem mit uns selbst beschäftigt sein würden. Doch ein großer Teil des Retreats bestand aus gemeinsamen Reflexionen, Best Practices und dem Teilen von Erfahrungen.
Einige Teilnehmer*innen hatten bereits jahrelange Meditationspraxis. Andere waren erst am Anfang. Und genau das machte den Austausch so wertvoll.
- Wie gehen andere mit aufkommenden Gedanken während der Meditation um?
- Welche Techniken helfen, wenn der Körper unruhig wird?
- Wie lässt sich spirituelle Praxis in den Alltag integrieren, wenn das Leben laut wird?
Jeder hatte seine eigene Perspektive. Und jeder brachte einen neuen Blickwinkel mit, der meine eigene Praxis bereichert hat.
Das wahre Retreat beginnt nach dem Retreat
In der Stille zu sitzen, wenn alles ruhig ist, ist einfach. Aber was passiert, wenn das Leben zurückkommt?
Das Retreat war nicht nur eine Woche Auszeit – es war eine Art Testlauf für das, was danach kommt. Denn wahre Praxis passiert nicht nur auf dem Kissen. Sie passiert in der U-Bahn, wenn das Handy vibriert. In Meetings, wenn 100 Dinge gleichzeitig passieren. Im Gespräch mit anderen, wenn die Aufmerksamkeit abzudriften droht.
Genau das wurde mir in diesen Tagen bewusst: Es geht nicht darum, eine perfekte Stille zu schaffen. Es geht darum, Stille inmitten des Lärms zu finden.
✨ Wie schafft ihr es, kleine Momente der Stille in euren Alltag zu bringen?
Nach dem Retreat: Die Tempeltouren & die Schönheit der Umgebung
Nach sieben Tagen Meditation, Reflexion und Austausch war es an der Zeit, wieder in die Welt hinauszutreten. Doch diese Rückkehr geschah nicht abrupt – sie war ein Übergang, ein bewusster Schritt zurück ins Außen, ohne das Innere zu verlieren.
Zusammen mit den anderen Retreat-Teilnehmer*innen begab ich mich auf Tempeltouren, um einige der beeindruckendsten Orte Kambodschas zu entdecken.
Es war keine typische Sightseeing-Tour – es war ein langsames, achtsames Eintauchen in die Geschichte und Spiritualität dieses Landes.
Angkor Wat: Wo Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen
Angkor Wat hatte schon lange auf meiner Bucket List gestanden. Doch als ich durch die gewaltigen Tore trat, spürte ich sofort: Dieser Ort ist mehr als nur ein architektonisches Wunder.
Hier treffen sich verschiedene Zeiten, Religionen und Weltanschauungen. Von den ursprünglichen hinduistischen Reliefs bis zu den buddhistischen Statuen, die später hinzugefügt wurden – dieser Tempel ist ein lebendiges Symbol für Wandel.
Ich stellte mir vor, wie die Mönche hier vor Jahrhunderten in der Morgendämmerung durch die Gänge schritten. Meditierend, reflektierend, vielleicht genau mit denselben Fragen, die uns heute bewegen.
Und dann, als Kontrast, die Reliefs der Apsaras: Göttliche Tänzerinnen, eingefangen in fließender Bewegung. Sie schmücken Wände und Säulen, ihr Tanz scheint in Stein gemeißelt und doch voller Leben. Ihre Haltung ist anmutig, ihre Gewänder scheinen sich mit dem Wind zu bewegen, und ihre Gesichter strahlen eine Ruhe aus, die nicht starr wirkt, sondern lebendig.
Während die Mönche in der Stille nach Erkenntnis suchten, tanzten die Apsaras in einer anderen Art der Hingabe – einer, die Leichtigkeit, Anmut und Freude ausstrahlt. Hier, an diesem Ort, existieren Stille und Bewegung gleichzeitig. Zwei Wege zur gleichen Wahrheit.
Wie fühlt sich Stille an, wenn sie nicht erzwungen ist, sondern entsteht?
Wie verändert sich ein Ort, wenn er von so vielen Geschichten durchzogen ist?
Angkor Wat war beeindruckend. Doch es war nicht der Ort, der mich am tiefsten berührte.
Kulen Mountain: Natur, Begegnung & ein Picknick im Dschungel
Nach dem Retreat führte mich meine Reise zum Kulen Mountain, einem Ort, der in der Khmer-Kultur als heilig gilt.
Hier gab es keine riesigen Tempel, sondern etwas anderes: Dschungel, eine Energie, die sich roh und unverfälscht anfühlte.
Wir wanderten durch den Wald und sprachen mit Einheimischen. Und dann, mitten im Grünen, ein einfaches Picknick im Dschungel – mit den Menschen, mit denen ich in den letzten Tagen so intensiv meditiert hatte.
Die Gespräche hier waren anders als während des Retreats. Es war keine Stille mehr nötig, und doch lebten wir sie, als wir uns, manchmal ohne uns abzusprechen, einfach hinsetzten und still wurden, um uns in Meditation zu sammeln.
Ich erinnerte mich an einen Satz, den jemand während des Retreats gesagt hatte:
„Achtsamkeit bedeutet nicht, still zu sitzen. Sie bedeutet, mit offenen Sinnen zu leben.“
Was bleibt von diesen Tagen?
Ich hatte das Retreat verlassen – und doch war es noch in mir. Die Tempel, der Dschungel, die Begegnungen mit den Menschen vor Ort – sie alle fühlten sich an wie eine Brücke zwischen Meditation und Leben.
Ich fragte mich: Wie oft erleben wir Orte wirklich?
Wie oft sind wir körperlich da, aber mit unseren Gedanken ganz woanders? Schnell noch ein Foto hier, um es dann gleich oder später zu posten... manchmal belächelte ich mich selbst.
Diese Reise hat mir gezeigt: Präsenz ist keine Technik. Sie ist eine Entscheidung.
✨ Wann hast du dich das letzte Mal wirklich an einem Ort gefühlt – nicht nur körperlich, sondern mit allem, was du bist?
Meine Learnings: Was ich aus Kambodscha mitnehme
Manchmal dauert es eine Weile, bis Erkenntnisse sich setzen. Manche Dinge sind sofort klar – andere brauchen Zeit, um wirklich verstanden zu werden.
Was bleibt nach einem Retreat? Was bleibt nach Tagen in der Stille, nach Begegnungen mit Menschen aus aller Welt, nach dem Eintauchen in eine andere Kultur?
Ich hätte viele Antworten darauf. Aber wenn ich drei Dinge aus dieser Reise mitnehme, dann sind es diese:
1️⃣ Innere Balance ist Bewegung – nicht Stillstand
Ich hatte lange geglaubt, Balance sei ein Zustand. Etwas, das man erreicht und dann hält. Doch das Retreat, die Tempeltour, sogar die Libellen, die ich über dem Wasser tanzen sah, haben mir gezeigt: Balance ist nicht ein Punkt, sondern ein Prozess.
Eine Libelle bleibt nur deshalb scheinbar mühelos in der Luft, weil sie ihre Flügel unabhängig voneinander bewegt. Sie passt sich jeder Windböe an – aber sie fällt nicht.
Genauso ist es mit uns. Wir schwanken, wir justieren uns neu, wir ringen mit uns – und genau das ist Balance.
2️⃣ Transformation passiert leise – bis sie laut wird
Die meiste Zeit ihres Lebens verbringt eine Libelle im Verborgenen. Sie wächst im Wasser, verändert sich, ohne dass es jemand sieht. Und dann – plötzlich – durchbricht sie die Oberfläche und fliegt.
Genau so fühlte sich diese Reise an. Die größten Veränderungen waren nicht die offensichtlichen. Es war nicht das viele Sitzen in der Meditation, nicht die Momente im Dschungel oder in den Tempeln.
Es waren die leisen Veränderungen, die in mir gearbeitet haben, ohne dass ich es sofort bemerkt habe.
- Eine neue Form von Präsenz.
- Eine größere Akzeptanz für das, was ist.
Und dann, irgendwann, wird aus all den kleinen inneren Veränderungen etwas, das auch im Außen sichtbar wird.
3️⃣ Kambodscha erinnert mich daran, dass verschiedene spirituelle Wege nebeneinander existieren können**
Angkor Wat war erst ein hinduistischer Tempel, dann ein Zentrum des Mahayana-Buddhismus, heute wird dort Theravada praktiziert. Und doch gibt es in all diesen Wegen eine gemeinsame Essenz.
Jayarvarman VII. hat nicht gefragt: „Welche Religion ist die richtige?“, sondern er hat sie alle anerkannt. Hinduismus, Buddhismus, Animismus – sie konnten nebeneinander existieren, ohne dass das eine das andere ausschließen musste.
Ich frage mich: Warum tun wir das heute oft nicht mehr? Warum suchen wir nach dem einen richtigen Weg, statt zu sehen, dass es viele Wege geben kann?
Was bleibt nach diesen Tagen?
Eine Reise wie diese endet nicht, wenn das Flugzeug zurück nach Hause geht. Sie bleibt in mir.
Vielleicht in den kleinen Dingen:
- In der Art, wie ich morgens meinen Tee trinke.
- In der Art, wie ich mich in Meetings konzentriere.
- In der Art, wie ich atme, wenn das Leben mal wieder schneller ist als ich.
Und vielleicht in den größeren Dingen.
Denn wenn ich eines mitnehme, dann das: Transformation geschieht immer – die Frage ist nur, ob wir bereit sind, sie zu sehen.
✨ Was war deine größte Erkenntnis aus einer Reise oder Erfahrung, die dein Leben verändert hat?
Fazit: Wie geht es weiter?
Eine Reise endet nicht, wenn man nach Hause kommt. Man trägt sie weiter. In Erinnerungen, in kleinen Veränderungen, in Momenten, die plötzlich eine neue Bedeutung haben.
Ich bin zurück in der digitalen Welt. Zurück in der Hektik, den Benachrichtigungen, den Routinen. Doch etwas ist anders.
Vielleicht ist es die Art, wie ich atme, bevor ich eine E-Mail öffne.
Vielleicht ist es die Pause zwischen zwei Meetings, in der ich nicht das Handy checke.
Vielleicht ist es das Wissen, dass Stille nicht Abwesenheit bedeutet – sondern bewusste Präsenz.
Was bleibt von dieser Reise?
- Dass Balance keine starre Haltung ist, sondern eine ständige Anpassung.
- Dass Transformation oft unsichtbar beginnt – und dann plötzlich spürbar wird.
- Dass wir nicht immer einen großen Umbruch brauchen, um uns zu verändern. Manchmal reicht eine Libelle, die uns zeigt, wie leicht Wandel sein kann.
Und jetzt?
Jetzt geht es darum, das Gelernte nicht nur als Erinnerung zu behalten, sondern es zu leben.
Welche Erkenntnisse möchte ich wie in meinen Alltag integrieren?
Wie kann ich noch bewusster mit der digitalen Welt umgehen?
Wie kann ich mir selbst mehr Raum für Stille geben?
Vielleicht ist das die eigentliche Herausforderung: nicht das Retreat, sondern das Leben danach.
✨ Welche Momente aus euren Reisen oder besonderen Erlebnissen habt ihr mit nach Hause genommen – und wie haben sie euch verändert?
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